14 Mai 2017

Branchenzuschlagstarifabschluss M+E des TarifPlus von BAP und iGZ übernommen!

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Im Februar 2017 wurde der erste neue Branchenzuschlagstarif (BZT) dem neuen AÜG angepasst. Mit dem Abschluss eines neuen BZT für die Metall- und Elektroindustrie setzten die Tarifgemeinschaft TarifPlus und die IG Metall neue Standards für die Zeitarbeit. Der Gleichstellungswert nach 15 Überlassungsmonaten wurde erstmals in einer Branche von Tarifparteien definiert. Er beträgt 65% der jeweiligen Tarifstufe.

Nach 3 Monaten haben nun auch die Verbände BAP und iGZ diese Vereinbarung in ihre Tarifverträge übernommen.

19 Apr 2017

Einigung beim TV LeiZ bekannt gegeben

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Obwohl der Tarifvertrag zur Leih- und Zeitarbeit (TV LeiZ) zwischen den Metallarbeitgebern und der IG Metall schon lange ausgehandelt war, wurde erst jetzt die Einigung offiziell verkündet.

Der neue TV LeiZ (liegt uns vor) regelt die Einsatzbedingungen von Zeitarbeitnehmern in tarifgebundenen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Kernpunkt ist dabei die Nutzung der gesetzlichen Öffnungsklausel zur maximalen Überlassungszeit. Der TV LeiZ verlängert grundsätzlich für tarifgebundene M+E-Unternehmen die maximale Überlassungszeit von 18 auf 24 Monate. Liegen darüberhinaus Sachgründe für eine weitere Verlängerung vor und hat das tarifgebundenen Metall- und Elektrounternehmen einen Betriebsrat, ist durch Betriebsvereinbarung eine Verlängerung der Einsatzzeit bis zu 48 Monate möglich. Ohne Betriebsrat ist die Überlassungszeit auf 24 Monate beschränkt. Nach dem Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie dürften die Betriebe ihre Leiharbeiter zwar 6 Monate länger beschäftigen – dann aber seien sie verpflichtet, eine unbefristete Übernahme anzubieten.

Im TV LeiZ ist auch ein Arbeitsplatzbezug vorhanden:“Zeitarbeitnehmer sollen nach Auffassung der Tarifparteien grundsätzlich nicht regelmäßig auf Arbeitsplätzen eingesetzt werden, die im Betrieb auf Dauer angelegt sind“. Nicht tarifgebundene Unternehmen der M+E-Industrie können nur dann die  Einsatzzeit von 18 Monaten auf maximal 24 Monate verlängern, wenn sie in ihrem Unternehmen einen Betriebsrat haben und eine Betriebsvereinbarung über die Verlängerung auf 24 Monate abschließen.

12 Apr 2017

Wie durch Tarifverträge Weichen für die Zukunft gestellt werden

Keine Kommentare wirtschaftlicher Erfolg, Zukunft

tarifplus+ made for future

zukunftsforum

Die wichtigen Themen der Zukunft in der Personaldienstleistung sind die Begleitung fortschreitender Digitalisierung (Stichwort Industrie 4.0), Beiträge zur Aus- und Weiterbildung zu leisten, Antworten auf den Bewerbermangel zu finden und die Attraktivität seines  Zeitarbeitunternehmen zu verbessern. Hierzu hat der Zeitarbeitstarifvertrag tarifplus+  mit den letzten beiden Abschlüssen (2015 und 2017) die Weichen gestellt.

Die Unterstützung der Digitalisierung bedeutet für die Zeitarbeit, äußerst flexibel und intensiv mit Kundenbetrieben zu kooperieren. Gemeinsame Weiterbildung und flexible längere Einsatzzeiten müssen möglich seit. Nur so können sich strategische Partnerschaften entwickeln.

Mit der im tarifplus+ seit 2015 bestehenden tariflichen Regelung zur maximalen Einsatzzeit (bis 48 Monate) und anderen Flexibilisierungen ist der passende Rahmen für die Zukunft der Digitalisierung schon geschaffen.

Wir sind der Meinung, dass bei der Ausbildung schon angesetzt werden muss. Deshalb haben wir nicht nur eine tarifliche Regelung für die interne Ausbildung geschaffen, sondern auch im Tarifvertrag den Grundstein für Kombiausbildungen (Zeitarbeitsunternehmen / Kundenbetrieb) gelegt.

Durch die attraktive Lohngestaltung und die Ost-West-Gleichstellung liegen die Verdienste höher als bei den vorhandenen Verbandstarifen. Anwender des tarifplus+ sind in Bezug auf regelkonforme Anwendung von Tarifen und Gesetzen neutral auditiert. Das schafft bei Kunden und Bewerbern Vertrauen, dass es sich um seriöse Zeitarbeitsfirmen handelt.

tarifplus+   –  Wir gestalten Zukunft!

10 Apr 2017

Zeitarbeitsverbände sorgen dafür, dass der TV-LeiZ nicht in Kraft tritt

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Die Erklärungsfrist beim TV-LeiZ ist nun wieder um einen weiteren Monat, bis zum 30.04.2017, verlängert worden. Das überrascht viele in der Branche. Die Erklärung ist ganz einfach: Der M+E Branchenzuschlags-TV – verhandelt von BAP und iGZ mit der IG Metall – und der TV LeiZ  – verhandelt zwischen den M+E Arbeitgebern und der IG Metall – werden als Paket behandelt. Gibt es bei einem der beiden Tarifverträge kein Anpassungs-ergebnis, so laufen beide Tarifverträge ohne Nachwirkung dieses Jahr aus.

Die M+E Arbeitgebern und der IG Metall sind sich in Bezug auf die zu verändernden Punkte beim TV LeiZ  im Rahmen des neuen AÜGs längst einig. Nur die Zeitarbeitsverbände BAP und iGZ kommen bisher zu keinem Ergebnis.

Der Ball liegt  also im Tarif-Feld der Verbände. Wenn dieser verspielt wird, dann gibt es für beide auslaufenden Verträge keine Nachwirkung und für die Anwender der Verbandstarife nach 9 Monaten gesetzliches Equal Treatment im M+E Bereich.

Dagegen hat die Tarifgemeinschaft Zeitarbeit TQZ in ihrem tarifplus+ schon im Januar einen veränderten Branchenzuschlag M+E mit der IG Metall abgeschlossen. Auch durch die seit Anfang 2015 bestehende Tarifregelungen zu maximalen Einsatzzeit sind die TQZ-Mitgliedsfirmen bestens aufgestellt.

27 Mrz 2017

10 Jahre I.Q.Z – 10 Jahre Güteauszeichnung für regelkonform arbeitende Zeitarbeits-unternehmen

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controllingSeit einer Dekade zeichnet die Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit als einzige Institution in der Branche regelkonform arbeitende Personaldienstleister mit dem Qualitätssiegel faire Zeitarbeit aus. Wer nachweislich fair mit internen und externen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen umgeht und gesetzliche und tarifliche Bedingungen einhält, wird als „ehrbarer Kaufmann“ der Personaldienstleistung ausgezeichnet.

Die Grundlage für eine solche Auszeichnung ist ein umfangreiches externes Audit auf Compiance- und CSR-Basis. Nach einer Eigenüberprüfung anhand des I.Q.Z – Prüfbogens kann sich das Unternehmen freiwillig einem externen Audit stellen. Fällt die Prüfung positiv aus , wird das Qualitätssiegel faire Zeitarbeit verliehen.

Die letzten 10 Jahre haben gezeigt, dass viele Unternehmen zwar den Prüfkatalog zur Eigenprüfung angefordert, aber sich keinem externen Audit gestellt haben.

Inzwischen sind die gesetzlichen und tariflichen Reglungen komplizierter und die BA-Prüfungen immer schärfer geworden. Deshalb bietet die I.Q.Z Personaldienstleistern externes Controlling zur sicheren Vorbereitung auf die BA-Prüfung an. Betriebe sollten dort keine „böse Überraschung“ erleben.

23 Mrz 2017

Umfrage unter Entleibetrieben zum neuen AÜG

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Bei einer Online-Umfrage hat das Hamburger Beratungsunternehmen Company-Partners (CMP) 1.000 Entleiher mit mehr als 56.000 Leiharbeitnehmern zur Einschätzung und den möglichen Konsequenzen von Equal Pay nach 9 Monaten und der Einsatzbeschränkung auf 18 Monaten befragt. Unternehmen, die in Branchen mit Branchenzuschlagstarifen einzuordnen sind, wurden nicht in die Umfrage einbezogen.

Veränderungen-page-001 Nur knapp 13 Prozent der befragten Unternehmen, die Zeitarbeit einsetzen, sind bereit, den Zeitarbeitnehmern Equal Pay – die 100% Gleichstellung mit den Stammbeschäftigten – zu zahlen. Als Alternative wollen sie vielmehr die Einsatzzeiten verkürzen oder auch durch Rotationspools die Zahlung der Gleichstellung  vermeiden. Außerdem will man neue „Einstiegslohngruppen“ schaffen, um weiter kostengünstig zu produzieren.

Nach einer Einsatzzeit von 18 Monaten werden, laut Umfrage, nur in wenigen Fällen Übernahmen stattfinden. Es besteht bei den befragten Unternehmen wenig Interesse, die Stammbeschäftigung aufzubauen. Vielmehr sollen mehr befristete Beschäftigungsverhältnisse bei Entleihbetrieben entstehen und Zeitarbeit abgebaut werden.

Einige Unternehmen wollen verstärkt auf Werk- und Dienstverträge „umsteigen“, obwohl auch dort durch die neue Gesetzgebung die Risiken sich vergrößert haben.

Bei den Kundenbetrieben, die in  Branchen mit Branchenzuschlägen tätig sind, ist die Problematik der Gleichstellung geringer, da dort Equal Pay von den Tarifpartnern auf eine einfache Weise definiert wird.

Quelle: http://ow.ly/LVcl30abhL3

26 Feb 2017

Bochumer Unternehmen hat jahrelang keine Branchenzuschläge bezahlt

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BAG-Urteil stellt jetzt klar: Wenn eine Überlassung in die tariflich definierten Branchen der M+E Industrie erfolgt, dann müssen die Zeitarbeitsfirmen auch nach dem einschlägigen Tarifvertrag Branchenzuschläge zahlen. Die korrekte Zuordnung zu einer Branche hat durch die Zeitarbeitsfirma zu erfolgen, „eigene Zuordnungen“ der Kundenbetriebe sind dabei unerheblich.

Der Fall:

Mehr als 60 Zeitarbeiter, die für Ford im Industriepark Köln Motorenteile zusammen-schraubten und ins Ford-Werk lieferten, wurden von ihrer Zeitarbeitsfirma die tariflichen Branchenzuschläge (bis zu 50 % Zuschlag auf den Zeitarbeitsstundenlohn) nicht bezahlt. Mit dieser Form des Lohndumping wurden nicht nur die Mitarbeiter um den ihnen zustehenden Verdienst gebracht, sondern auch den Sozialkassen erhebliche Beiträge vorenthalten. Mit dieser Strategie konnten Arbeitskräfte zu Dumpingpreisen Kundenbetrieben überlassen werden.

Beklagt war die Bochumer Firma „Wico“ 

Das iGZ-Verbandsmitglied hatte die einschlägigen Branchenzuschlagstarife für Zeitarbeitsfirmen in den Einsätzen ihrer Beschäftigten  im Ford-Industriepark nicht angewandt. Begründung: die Arbeiten der Zeitarbeitnehmer hätten dort nichts mit der M+E Industrie zu tun. Eine solche obskure Begründung ist nicht nachzuvollziehen! Grade bei Automobil- und Zulieferindustrie ist die Zuordnung zur M+E Branche eindeutig. In Branchenzuschlagstarifvertrag M+E werden diese Industriezweige expliziert aufgeführt. Wurden hier etwa bewußtes Dumping betrieben?

Die Leihfirma muss nun ihren Kölner Arbeitskräften jeweils hohe fünfstellige Summen (bis zu 30.000,00 €) nachzahlen.

Die IG-Metall sieht das Urteil als Präzedenzfall und meint dass jetzt eine Klagelawine losgetreten wird. Einige Zeitarbeitsfirmen scheinen wohl verpflichtende Branchenzuschläge nicht gezahlt zu haben.

Quelle: http://www.express.de/25786610 

13 Feb 2017

Tarifvertrag für regelkonform arbeitende Zeitarbeitsunternehmen

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Neben den Verbandstarifen des iGZ und des BAP und einigen Haustarifen gibt es seit 2011 einen Zeitarbeitstarifvertrag der Tarifgemeinschaft  Qualitätsorientierter Zeitarbeitsunternehmen TQZ. Für die Mitglieder der Tarifgemeinschaft – alle arbeiten nachweislich gesetzes- und tarifkonform – wurde  auf der Basis des iGZ-Tarifvertrag eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der Tarifvereinbarung mit der IG-Metall als Tarifpartner umgesetzt.

Ergebnis sind alternative Regelungen im Manteltarifvertrag und  bei den Branchenzuschlägen. Die wesentlichen Unterschiede:

  • Nur 3 Zuschlagsstufen in 12 Monaten bei Branchenzuschlagstarifen.
  • 6 zusätzliche Branchenzuschlagstarife.
  • Bezahlung der Arbeitsunfähigkeit nach dem Ausfallprinzip.
  • Erweiterte Flexibilität bei den Zeitkonten – keine Einschränkungen wie bei den Verbänden.
  • Seit 2014 eigene tarifliche Regelungen zur maximalen Einsatzzeit (maximale Verlängerung bei vorliegenden Sachgründen  auf 48 Monate).
  • Tarifvereinbarungen zur Vergütung von internen und externen Auszubildenden.

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06 Jan 2017

Zeitarbeit nur „Durchlauferhitzer“?

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Die Grünen haben die Arbeitsagenturen und Jobcenter aufgefordert, Arbeitslose in nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Es werden laut Bundesagentur für Arbeit 2/3 der Arbeitslosen in Zeitarbeit vermittelt, obwohl die Beschäftigten dieser Branche nur 3% der Gesamtbeschäftigung ausmachen. Die Vermittlung in die Zeitarbeit wirkt  für die Grünen allenfalls als Durchlauferhitzer. Man ist schnell drin, aber genauso schnell auch wieder draußen (http://ow.ly/96pF307KhIQ).

Die Daten der Bundesagentur für Arbeit zu den Beschäftigungszeiten in der Zeitarbeit stützen diese Aussage. Rund 31 % der abgeschlossenen Arbeitsverhältnisse dauerten weniger als einen Monat; 54 % weniger als 3 Monat. Nur 18 % dauerten länger als ein Jahr.

Das mag bei vielen Unternehmen der Branche zutreffen. Aber es geht auch anders. Die mit dem Qualitätssiegel faire Zeitarbeit ausgezeichnete Firmen arbeiten nachhaltig, nachweislich regelkonform, beschäftigen ihre Mitarbeiter/innen langfristig in verschiedenen Einsätzen und zeichnen sich durch hohe Übernahmequoten aus. Wird auch noch der Premiumtarifvertrag tarifplus+ angewandt, werden Mitarbeiter besser bezahlt und kein Lohnunterschied zwischen alten und neuen Bundesländern gemacht.

14 Dez 2016

Das neue AÜG – praxisnah erklärt!

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tagungen-ahrensburg

Die I.Q.Z steht für Tarifkompetenz und Compliance. In diesen Bereichen bieten wir Personaldienstleistern und sowie deren Kunden Seminare und Workshops an. Unsere Veranstaltungen sind in der Branche als praxisnah und verständlich bekannt. Wir vermitteln nicht nur die Ergebnisse von Tarif- und Gesetzesänderungen, sondern geben unseren Teilnehmern konkrete Tools für das Tagesgeschäft an die Hand. So werden z. B. Fragen zur konkreten Kalkulation der Gleichstellungsentlohnung und deren Umsetzung – mit einem von uns entwickelten Tool – detailliert behandelt. Die tariflichen Ergänzungen durch die Öffnungsklauseln sind ebenso Teil des Workshops wie die möglichen strategischen Ausrichtungen unter den neuen Rahmenbedingungen.

Der Workshop wird auch als In-Haus-Seminar angeboten, um den individuellen Gegebenheiten der einzelnen Unternehmen gerecht zu werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.